Die ElastoFlake-Sanierung erfolgt strangweise im laufenden Betrieb. Zeitansätze, Bauzeitenplan und Sonderfälle prägen die Durchführung.
Wie lange dauert eine ElastoFlake-Sanierung pro Fallstrang und pro Wohneinheit?
Die Zeitansätze basieren auf der DIBt-Zulassung Z-42.3-565 und der Engels-Projektpraxis. Ein reiner Fallstrang von etwa 10 Metern wird in der Regel innerhalb von 1–2 Tagen abgeschlossen — abhängig von Durchmesser (DN 50 bis DN 200), Schadensbild und Zugänglichkeit. Pro Wohn- oder Nutzeinheit ist der Aufwand kleiner: 0,5 Tage, wenn nur der Übergang zum Fallstrang betroffen ist (Strang-Sperrung), bis 1–3 Tage bei vollständiger Sanierung der wohnungsinternen Abwasserleitungen. Bei der Beschichtung selbst werden mehrere Vorgänge übereinander aufgetragen (DN 50: 4 Vorgänge à 2 mm Gesamtwanddicke · DN 75/100: 6 Vorgänge à 3 mm · DN 150–200: 8 Vorgänge à 4 mm).
Müssen Bewohner während der Sanierung aus ihrer Wohnung ausziehen?
Nein. Die Sanierung erfolgt im laufenden Betrieb. Je nach Teamstärke werden ein oder mehrere Fallstränge parallel saniert — den Bewohnern bleibt, sofern technisch möglich, stets mindestens ein Fallstrang in Betrieb. Wohneinheiten, die nicht am gerade sanierten Strang liegen, nutzen ihre sanitären Einrichtungen normal weiter. Die Einheiten am gerade sanierten Strang müssen ihre Sanitäreinrichtungen für die Dauer der Strang-Sanierung sperren; bei Bedarf werden während der Arbeiten Übergangslösungen für die sanitäre Nutzung bereitgestellt (z. B. Porta Pottis oder Sanitärcontainer). Die Sanierung wird über einen Bauzeitenplan gestaffelt, sodass nie das ganze Haus gleichzeitig betroffen ist.
Funktioniert die Sanierung auch im laufenden Hotel- oder Krankenhausbetrieb?
Ja. In hygienesensiblen Bereichen, Beherbergungsbetrieben und öffentlichen Einrichtungen ermöglicht der Bauzeitenplan die Sanierung ohne Komplett-Schließung. Pro Bauabschnitt werden die Zimmer am jeweiligen Fallstrang abwärtsgehend gesperrt; alle anderen Bereiche bleiben in Betrieb. Engels stimmt die Bauabschnitte mit dem Belegungsplan ab und plant die Sanierung in betriebsschwachen Zeiten — bei Hotels typischerweise außerhalb der Hauptbuchungszeit, bei Krankenhäusern abgestimmt mit der Verlegungs-Logistik. Da keine Aufstemmarbeiten erfolgen, entsteht weder Staub noch ein Lärm-Niveau über dem normalen Betriebsgeräusch.
Was passiert, wenn die Kamerabefahrung zeigt, dass nicht alle Rohre saniert werden können?
Engels führt beide Verfahren als Generalunternehmer aus. Wenn die Kamerabefahrung zeigt, dass einzelne Rohrabschnitte nicht mehr beschichtungsfähig sind (z. B. starke Querschnittsverengung, gebrochene Rohrwand mit Versatz), werden diese Abschnitte konventionell getauscht. Die Sanierung erfolgt dann gemischt: die intakten Abschnitte werden im Sprühschleuderverfahren saniert, die nicht-sanierungsfähigen werden punktuell ausgetauscht. Brandschutzmaßnahmen an entstehenden Wand- und Deckenöffnungen werden mit koordiniert. Welche Anteile zu welchem Verfahren gehören, entscheidet sich nach der Kamerabefahrung und wird im Angebot ausgewiesen.